Muldenservice Wien und Niederösterreich: Ablauf, Platzbedarf, Durchfahrt

Hinter dem Stichwort „Muldenservice Wien“ steckt mehr als eine Mulde, die vor dem Haus steht. Dazu gehören die Zustellung zum vereinbarten Termin, die Standzeit, die Abholung und die Entsorgung des Inhalts – und dazwischen liegen ein paar Dinge, die Sie selbst vorbereiten müssen: eine Durchfahrt in der richtigen Höhe, eine Stellfläche, die ein schweres Fahrzeug trägt, und auf öffentlichem Grund eine Genehmigung. Dieser Ratgeber geht den Ablauf von der Bestellung bis zur Abholung durch, nennt die Maße, auf die es dabei ankommt, und zeigt, was die ELS Entsorgungslogistik Süd GmbH für Wien, Niederösterreich und das Burgenland pauschal verrechnet.
Was ein Muldenservice umfasst und was Sie selbst vorbereiten
Ein Muldenservice nimmt Ihnen vier Schritte ab: Er stellt die Mulde am gewünschten Tag zu, lässt sie bis zum vereinbarten Abholtermin stehen, holt sie wieder ab und entsorgt den Inhalt fachgerecht. Bei der ELS Entsorgungslogistik Süd GmbH sind diese vier Leistungen in einem Pauschalpreis zusammengefasst, in dem Transport, Entsorgung und die Mehrwertsteuer bereits enthalten sind. Es gibt keine versteckten Kosten und keine Abrechnung nach Gewicht.
Ihr Teil der Arbeit beginnt vor der Zustellung. Sie brauchen eine Zufahrt, durch die ein Lastwagen kommt, eine Fläche, auf der die Mulde sicher stehen kann, und – wenn diese Fläche nicht Ihnen gehört – eine Genehmigung der Gemeinde oder des Magistrats. Dazu kommt die Entscheidung, welche Abfallart und welche Größe Sie brauchen, denn davon hängt der Preis ab. Diese vier Punkte gehen die folgenden Abschnitte der Reihe nach durch.
Muldenservice Wien und Niederösterreich: die Bestellung in fünf Schritten
Die Bestellung läuft vollständig online über das Bestellformular der ELS Entsorgungslogistik Süd GmbH. Fünf Angaben sind nötig, und in dieser Reihenfolge fragt das Formular sie ab:
- Aufstellungsort wählen. Sie suchen Wien oder Ihre Gemeinde aus einer Liste aus. Wien ist mit allen Bezirken erfasst, dazu kommen mehr als 160 Gemeinden in Niederösterreich und im Burgenland. Diese Auswahl bestimmt gleich auch den Preis.
- Mulde wählen. Hier legen Sie Abfallart und Größe in einem Schritt fest, zum Beispiel „Bauschutt Typ 8“ oder „Grünschnitt Typ 10“. Der Pauschalpreis erscheint sofort daneben.
- Aufstellungsdatum wählen. Der Tag, an dem die Mulde zu Ihnen kommt.
- Aufstellungszeit wählen. Zur Auswahl stehen nur vormittags, nur nachmittags und ganztags möglich. Wer flexibel ist, wählt ganztags – das erleichtert die Tourenplanung.
- Abholungsdatum wählen. Der Tag, an dem die Mulde wieder abgeholt wird.
Danach folgen Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Rechnungsadresse sowie ein Feld für sonstige Anmerkungen. Genau dorthin gehört jeder Hinweis, den der Fahrer kennen muss: eine niedrige Durchfahrt, eine schmale Einfahrt, ein Hoftor, das aufgeschlossen werden muss.
Welche Mulde zu welchem Abfall passt
Es gibt zwei Muldentypen. Die Mulde Typ 8 fasst 8 m³ und misst 3,8 x 1,7 x 1,4 Meter. Die Mulde Typ 10 fasst 10 m³ und misst 4,1 x 1,7 x 1,7 Meter. Andere Größen und Klappmulden stehen nicht zur Verfügung.
Fünf Abfallarten sind bestellbar, und nicht jede davon ist in beiden Größen zu haben:
- Sperrmüll/Mix – Typ 8 und Typ 10
- Bauschutt – nur Typ 8
- Aushub – nur Typ 8
- Grünschnitt – Typ 8 und Typ 10
- Holz – Typ 8 und Typ 10
Dass es Bauschutt und Aushub nur als Typ 8 gibt, hat einen einfachen Grund: Beides ist schwer. Eine mit Betonaufbruch oder feuchter Erde gefüllte 10-m³-Mulde wäre beim zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs angelangt, bevor sie voll ist. Bei Grünschnitt, Holz und Sperrmüll ist dagegen das Volumen der begrenzende Faktor, nicht das Gewicht – dort lohnt die größere Mulde.
Welches Material in welche Mulde darf, steht ausführlich beim jeweiligen Muldentyp im Bestellformular auf der Startseite. Die Trennung ist keine Formsache: Liegt Bauschutt im Grünschnitt oder Rigips im Bauschutt, muss die Ladung umsortiert oder teurer entsorgt werden.
Pauschalpreise für Wien, Niederösterreich und das Burgenland
Der Preis hängt von zwei Dingen ab: von der gewählten Mulde und von der Entfernung. Wien mit allen Bezirken und das unmittelbare Umland – darunter Mödling, Schwechat, Baden, Klosterneuburg, Perchtoldsdorf und Korneuburg – liegen in der günstigeren Zone:
- Grünschnitt oder Holz, Typ 8: 220 Euro · Typ 10: 247,50 Euro
- Aushub, Typ 8: 234 Euro
- Bauschutt, Typ 8: 330 Euro
- Sperrmüll/Mix, Typ 8: 363 Euro · Typ 10: 423,50 Euro
Für die weiter entfernten Gemeinden – etwa Gänserndorf, Deutsch Wagram, Stockerau, Groß-Enzersdorf, Bruck an der Leitha, Tulln an der Donau, Wiener Neustadt, Eisenstadt oder Mattersburg – gelten diese Pauschalen:
- Grünschnitt oder Holz, Typ 8: 253 Euro · Typ 10: 275 Euro
- Aushub, Typ 8: 270 Euro
- Bauschutt, Typ 8: 360 Euro
- Sperrmüll/Mix, Typ 8: 396 Euro · Typ 10: 451 Euro
In jedem dieser Beträge sind Zustellung, Abholung, Entsorgung und die Mehrwertsteuer enthalten. Welcher Preis für Ihre Adresse gilt, zeigt das Formular, sobald Sie Ihren Ort ausgewählt haben.
Die Durchfahrt: 4 Meter Höhe, 2,80 Meter Breite
Das ist der Punkt, an dem Zustellungen am häufigsten scheitern – und der Punkt, den Sie in fünf Minuten selbst prüfen können. Zwei Maße sind entscheidend.
Höhe: Die Durchfahrt muss im Normalfall eine Höhe von 4 Metern aufweisen. In Sonderfällen genügen auch 3,70 Meter, allerdings nur, wenn Sie das bei der Bestellung bekanntgeben – dann wird ein entsprechendes Fahrzeug für die Lieferung eingeteilt. Nachträglich lässt sich das nicht mehr ändern, weil der Lastwagen zu diesem Zeitpunkt schon unterwegs ist.
Breite: Die Mindestdurchfahrtsbreite beträgt 2,80 Meter. Dazu kommt ein Punkt, den man leicht übersieht: Bei einer schmalen Einfahrt muss auf der gegenüberliegenden Seite genügend Platz für den Lastwagen vorhanden sein, damit er überhaupt einschwenken kann. Eine 3 Meter breite Einfahrt in einer 4 Meter breiten Gasse ist in der Praxis keine Einfahrt.
Typische Hindernisse sind in Wien Hofdurchfahrten in Altbauten, Garagenrampen und Vordächer. In Niederösterreich und im Burgenland sind es häufiger Stromleitungen, tief hängende Äste und zu niedrige Hoftore.
Der Stellplatz: Platzbedarf, Untergrund und Anwesenheit
Die Mulde selbst braucht rund 4 x 2 Meter Fläche. Für das Absetzen braucht das Fahrzeug aber deutlich mehr: Es muss in Verlängerung der Stellfläche halten, die Mulde nach hinten ablassen und dieselbe Bewegung beim Abholen rückwärts ausführen. Rechnen Sie daher mit einer freien Länge von etwa 10 bis 12 Metern und mit freiem Raum über dem Stellplatz, weil der Kipprahmen beim Absetzen aufragt.
Der Untergrund sollte fest und waagrecht sein: Asphalt, Beton, Verbundsteine oder gewachsener, trockener Boden. Auf frisch angelegtem Rasen, lockerer Schüttung oder weicher Wiese sinkt nicht nur die Mulde ein, sondern zuerst das Fahrzeug. Wer empfindliche Pflasterflächen schützen will, legt Bohlen oder Bretter unter die Auflagepunkte.
Anwesend sein müssen Sie grundsätzlich nicht. Bei der Aufstellung ist es trotzdem ratsam, damit die Mulde gleich am richtigen Platz landet und nicht dort, wo sie zwei Tage später im Weg steht. Bei der Abholung ist Ihre Anwesenheit nicht nötig – die Mulde muss aber für den Lastwagen zugänglich sein. Ein Auto, das davor parkt, verhindert die Abholung genauso wie ein verschlossenes Tor.
Privatgrund oder öffentlicher Grund: wann eine Genehmigung nötig ist
Steht die Mulde auf Ihrem eigenen Grund, also im Hof, in der Einfahrt oder auf dem Parkplatz des Hauses, müssen Sie die Aufstellung niemandem melden. Sie entscheiden allein.
Soll die Mulde dagegen auf öffentlichem Grund stehen – auf der Straße, am Gehsteig oder auf einem öffentlichen Parkstreifen –, brauchen Sie eine Genehmigung. In Wien erteilt sie der Magistrat, in Niederösterreich und im Burgenland die jeweilige Gemeinde. Den Link zum zuständigen Antrag finden Sie direkt im Bestellformular, damit Sie nicht erst danach suchen müssen.
Planen Sie dafür Zeit ein. Die Genehmigung ist in der Regel an einen Zeitraum und an einen genauen Standort gebunden, und sie muss vorliegen, bevor die Mulde kommt. Im dicht verbauten Gebiet ist das oft der längste Schritt im ganzen Ablauf – deshalb lohnt es, ihn vor der Terminwahl anzugehen und nicht danach.
Standzeit, Befüllung und Bezahlung
Die maximale Aufstellungsdauer beträgt 14 Tage. Wer länger braucht, verlängert direkt im Formular um eine, zwei, drei oder vier zusätzliche Wochen. Für eine Wohnungsräumung oder eine Heckenschnitt-Aktion reichen zwei Wochen meist mit Abstand; bei einer Sanierung, die sich über mehrere Gewerke zieht, ist die Verlängerung der einfachere Weg als eine zweite Bestellung.
Beim Befüllen gilt eine klare Grenze: Die Mulden dürfen maximal bis zur Oberkante befüllt werden, damit sie gefahrlos abtransportiert werden können. Was darüber hinausragt, muss vor der Abholung heruntergenommen werden. Füllen Sie schweres Material daher gleichmäßig und flach ein und stellen Sie Sperrgut nicht hochkant.
Bezahlt wird auf dem Weg, den Sie im Formular auswählen: mit Kreditkarte oder Klarna über Stripe, mit PayPal gegen 10 Euro Bearbeitungsgebühr oder bar bei der Aufstellung. Weitere Punkte zum Ablauf beantworten die häufigen Fragen auf der Website.
Häufige Fragen zum Muldenservice
Wie schnell kommt die Mulde?
Den Aufstellungstag wählen Sie selbst im Formular, dazu das Zeitfenster vormittags, nachmittags oder ganztags. Je früher Sie bestellen und je flexibler das Zeitfenster, desto leichter lässt sich der Wunschtermin halten.
Was kostet ein Muldenservice in Wien?
In Wien und im unmittelbaren Umland kostet eine Mulde Typ 8 für Grünschnitt oder Holz 220 Euro, für Aushub 234 Euro, für Bauschutt 330 Euro und für Sperrmüll/Mix 363 Euro. Typ 10 gibt es für Sperrmüll/Mix zu 423,50 Euro sowie für Grünschnitt und Holz zu 247,50 Euro. Transport, Entsorgung und Mehrwertsteuer sind in der Pauschale enthalten.
Welche Gemeinden werden beliefert?
Wien mit allen Bezirken sowie mehr als 160 Gemeinden in Niederösterreich und im Burgenland – vom Weinviertel und Marchfeld über das Wiener Umland und das Industrieviertel bis in den Raum Tulln, den Bezirk Eisenstadt und das Gebiet um den Neusiedler See. Die vollständige Liste steht im ersten Schritt des Bestellformulars.
Muss ich bei der Zustellung dabei sein?
Nötig ist es nicht, ratsam schon: So landet die Mulde genau dort, wo Sie sie brauchen. Bei der Abholung müssen Sie nicht anwesend sein, die Mulde muss dann aber frei zugänglich sein.
Was passiert, wenn die Durchfahrt zu niedrig ist?
Dann kann der Lastwagen nicht zustellen. Geben Sie eine Durchfahrtshöhe unter 4 Metern deshalb schon bei der Bestellung im Anmerkungsfeld bekannt. Bis 3,70 Meter lässt sich ein passendes Fahrzeug einteilen, wenn der Hinweis rechtzeitig vorliegt.
Kann ich die Mulde länger behalten als 14 Tage?
Ja. Im Bestellformular wählen Sie eine bis vier zusätzliche Wochen aus. Das ist einfacher, als die Mulde abholen zu lassen und anschließend eine neue zu bestellen.
Fazit
Ein Muldenservice für Wien, Niederösterreich und das Burgenland steht und fällt mit drei Zahlen und einer Frage. Die Zahlen: 4 Meter Durchfahrtshöhe (im Sonderfall 3,70 Meter, wenn Sie es bei der Bestellung angeben), 2,80 Meter Durchfahrtsbreite und 14 Tage Standzeit, verlängerbar um bis zu vier Wochen. Die Frage: Privatgrund oder öffentlicher Grund – davon hängt ab, ob Sie eine Genehmigung brauchen. Ist das geklärt, bleiben fünf Angaben im Formular, und der Rest – Zustellung, Abholung und Entsorgung – ist im Pauschalpreis enthalten. Sie können Ihre Mulde direkt online bestellen und sehen dabei sofort, welcher Preis für Ihre Adresse gilt.