Erdaushub-Mulde mieten: Preise für Erde und Bodenaushub

Blaue Absetzmulde Typ 8 mit Erdaushub vor einem Wohnhaus, daneben eine ausgehobene Grube
Bild: KI-generiert

Eine Grube ist schnell ausgehoben, der Erdhaufen daneben verschwindet nicht von selbst. Er liegt im Garten, wird bei Regen zur Rutschbahn und passt weder in die Restmülltonne noch in den Kofferraum. Eine Erdaushub-Mulde nimmt Erde, Lehm, Sand und Steine in einem Zug auf, steht bis zu 14 Tage bei Ihnen und wird wieder abgeholt, sobald die Arbeit fertig ist. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, was als Aushub gilt und was nicht, warum es diese Mulde nur in einer Größe gibt, wie Sie die Menge vorher richtig einschätzen und was sie in Wien, Niederösterreich und im Burgenland kostet.

Wann eine Erdaushub-Mulde die richtige Wahl ist

Die typischen Fälle liegen alle im Bereich zwischen zwei und zwanzig Kubikmetern: eine Poolgrube im Garten, das Fundament für eine Garage oder ein Gartenhaus, der Unterbau einer Terrasse, ein abgetragener Hang, die Aushebung für eine Drainage oder ausgetauschte Beeterde. In all diesen Fällen fällt das Material an einem oder zwei Tagen an, und es fällt auf einmal an.

Genau das ist der Punkt, an dem einzelne Fahrten nicht mehr funktionieren. Ein Anhänger fasst je nach Modell rund einen halben bis einen Kubikmeter Erde. Für zehn Kubikmeter wären das zehn bis zwanzig Fahrten, und viele Altstoffsammelzentren nehmen Erdaushub von Privatpersonen nur in kleinen Mengen oder gegen Gebühr an. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Gemeinde nach, welche Menge dort überhaupt angenommen wird.

Eine Mulde dreht die Rechnung um: Sie wird zugestellt, bleibt stehen, solange Sie schaufeln, und wird abgeholt. Sie bestellen sie im Bestellformular der ELS Entsorgungslogistik Süd GmbH in fünf Schritten, mit dem Preis für Ihre Adresse direkt auf dem Bildschirm.

Was in die Aushub-Mulde hinein darf und was nicht

Die Aushub-Mulde ist eine reine Mulde für mineralisches Bodenmaterial. Hinein darf:

  • Erdaushub und Bauaushub
  • Blumenerde
  • Sandboden, Lehmboden und Tonboden
  • Steine

Nicht hinein dürfen Bohrspülung, Erdschlamm, Sandschlamm und kontaminierte Erde. Ebenfalls ausgeschlossen sind Ziegel und Bauschutt. Das ist keine Formalität, sondern der Kern der Sache: Sobald Mauerreste, Ziegelbruch oder Betonstücke im Erdhaufen liegen, ist es kein Aushub mehr, und die Mulde muss als Bauschutt-Mulde bestellt werden.

In der Liste stehen ausschließlich mineralische Stoffe. Äste, Wurzelstöcke, Rasenreste und Blumentöpfe gehören daher nicht in die Aushub-Mulde, sondern in eine Mulde für Grünschnitt. Wenig anhaftende Erde am Wurzelwerk ist dort unproblematisch, ein ganzer Wurzelstock hingegen nicht.

Warum es die Aushub-Mulde nur als Typ 8 gibt

Die ELS Entsorgungslogistik Süd GmbH arbeitet mit zwei Muldengrößen: Typ 8 mit 8 m³ bei 3,8 x 1,7 x 1,4 Metern und Typ 10 mit 10 m³ bei 4,1 x 1,7 x 1,7 Metern. Aushub ist ausschließlich im Typ 8 bestellbar, ebenso wie Bauschutt. Den Typ 10 gibt es nur für Sperrmüll und Mix, Grünschnitt und Holz.

Der Grund liegt im Gewicht. Erde, Lehm und Sand wiegen je Kubikmeter grob 1,5 bis 1,8 Tonnen, feucht auch mehr. Acht Kubikmeter Boden sind damit schon eine Last von zwölf bis vierzehn Tonnen, während acht Kubikmeter Strauchschnitt kaum eine Tonne auf die Waage bringen. Zwei Kubikmeter mehr Volumen wären bei Erde drei weitere Tonnen.

Daraus folgt die zweite Regel: Die Mulde darf maximal bis zur Oberkante gefüllt werden, damit sie sicher abtransportiert werden kann. Ein Kegel, der oben übersteht, ist kein Bonus, sondern ein Problem bei der Abholung. Innerhalb dieser Grenze bleibt der Pauschalpreis unabhängig vom Gewicht, solange die Mulde mit der bestellten Abfallart gefüllt ist.

Wie viel Aushub anfällt und wie Sie die Menge rechnen

Die Grundrechnung ist einfach: Länge mal Breite mal Tiefe der Grube in Metern ergibt die Kubikmeter im gewachsenen Boden. Der Haken kommt danach. Ausgehobener Boden lockert auf, weil zwischen die Brocken Luft kommt. Rechnen Sie je nach Bodenart mit rund einem Fünftel bis einem Viertel mehr Volumen, bei bindigem Lehm auch etwas darüber.

Drei Beispiele, wie das in der Praxis aussieht:

  • Fundament für ein Gartenhaus, 3 x 4 Meter, 40 Zentimeter tief: 4,8 m³ im Boden, aufgelockert rund 6 m³. Eine Mulde Typ 8 reicht mit Luft.
  • Terrassenunterbau, 5 x 4 Meter, 30 Zentimeter tief: 6 m³ im Boden, aufgelockert rund 7,5 m³. Eine Mulde Typ 8 ist knapp, aber machbar.
  • Poolgrube, 4 x 2,5 Meter, 1,5 Meter tief: 15 m³ im Boden, aufgelockert rund 18 m³. Das sind drei Mulden Typ 8.

Wer über acht Kubikmeter kommt, bestellt mehrere Mulden. Wenn der Platz reicht, können zwei gleichzeitig stehen; sonst werden sie nacheinander bestellt und der Aushub zwischenzeitlich auf einer Plane gelagert. Rechnen Sie im Zweifel die größere Variante: Eine halb leere Mulde ist günstiger als eine zweite Anfahrt für den Rest, den der Fahrer nicht mitnehmen durfte.

Erdaushub-Mulde mieten: Preise in Wien, Niederösterreich und Burgenland

Der Preis hängt an der Abfallart, an der Muldengröße und am Aufstellungsort. Für Aushub im Typ 8 gilt in Wien und im unmittelbar angrenzenden Umland ein Pauschalpreis von 234,00 Euro. Im weiteren Einzugsgebiet, etwa in Eisenstadt, Rust, Parndorf oder Neudörfl, sind es 270,00 Euro. Der Unterschied ist der längere Anfahrtsweg, und er ist bereits eingerechnet: Kilometergeld kommt nicht dazu.

Auf den Kubikmeter gerechnet sind das 29,25 beziehungsweise 33,75 Euro. Im Vergleich der fünf Abfallarten im Typ 8 liegt Aushub damit im unteren Bereich. Günstiger sind nur Grünschnitt und Holz mit je 220,00 Euro. Bauschutt kostet 330,00 Euro und Sperrmüll oder Mix 363,00 Euro.

Diese Spanne erklärt, warum das Trennen beim Aushub Geld wert ist. Wer Ziegelbruch und Mauerreste zur Erde schaufelt, muss die Mulde als Bauschutt bestellen und zahlt rund hundert Euro mehr für dieselbe Größe. Zwei Mulden nebeneinander, eine für Aushub und eine für Bauschutt, sind bei einem Umbau oft die günstigere Lösung als eine gemischte.

Im Pauschalpreis enthalten sind Zustellung, Abholung, Entsorgung und Mehrwertsteuer. Versteckte Kosten gibt es nicht. Nicht enthalten ist die Genehmigung, wenn die Mulde auf öffentlichem Grund stehen soll; diese holen Sie beim Magistrat beziehungsweise bei der Gemeinde ein. Insgesamt stehen 169 Aufstellungsorte zur Auswahl, von Wien über Stockerau, Korneuburg, Klosterneuburg, Tulln, Gerasdorf, Purkersdorf und Wiener Neustadt bis ins nördliche Burgenland. Welcher Preis für Ihre Adresse gilt, zeigt die Auswahlliste im Bestellformular, sobald Sie Ihren Ort angeklickt haben.

Aufstellung: Durchfahrt, Platzbedarf und Untergrund

Die Mulde kommt mit einem Absetzkipper, und der braucht Platz. Die Durchfahrt muss im Normalfall 4 Meter Höhe haben. In Sonderfällen genügen 3,70 Meter, das muss aber bei der Bestellung angegeben werden, damit ein passendes Fahrzeug eingeteilt wird. Nachträglich lässt sich das am Zustelltag nicht mehr lösen. Die Mindestbreite der Einfahrt beträgt 2,80 Meter, und auf der gegenüberliegenden Seite muss genügend Raum für den LKW bleiben.

Für die Mulde selbst brauchen Sie eine Fläche von etwa 4 x 2 Metern plus Arbeitsraum an der Längsseite, damit Sie mit der Scheibtruhe zukommen. Der Untergrund sollte tragfähig sein; bei Aushub ist das wichtiger als bei allen anderen Abfallarten, weil die volle Mulde zwölf Tonnen und mehr wiegt. Auf frischem Pflaster, auf einer Rasenfläche nach Regen oder über einer Zisterne ist das keine gute Idee. Ein paar Holzbohlen unter den Auflagepunkten verteilen die Last.

Auf Privatgrund muss die Aufstellung nicht gemeldet werden. Soll die Mulde auf öffentlichem Grund stehen, also etwa auf einem Parkstreifen oder am Gehsteig, brauchen Sie eine Genehmigung; den Link dazu finden Sie im Bestellformular. Anwesend sein müssen Sie grundsätzlich nicht, bei der Aufstellung ist es aber ratsam, damit die Mulde gleich am richtigen Platz steht. Bei der Abholung genügt es, wenn sie für den LKW zugänglich ist. Diese und weitere Punkte stehen auch in den häufigen Fragen.

Standzeit, Bestellung und Bezahlung

Die maximale Aufstellungsdauer beträgt 14 Tage. Wer länger braucht, wählt im Formular gleich eine, zwei, drei oder vier zusätzliche Wochen dazu. Für eine Poolgrube in Eigenregie über zwei Wochenenden ist das der übliche Weg.

Die Bestellung läuft in fünf Schritten: Aufstellungsort wählen, Mulde wählen, also Abfallart und Typ, Aufstellungsdatum, Aufstellungszeit mit den Varianten nur vormittags, nur nachmittags oder ganztags, und zuletzt das Abholungsdatum. Danach folgen Adresse, Telefonnummer und Rechnungsadresse. Die Summe steht dabei die ganze Zeit sichtbar auf dem Bildschirm. Bezahlt wird bar bei der Aufstellung. Sie können die Mulde für Ihren Aushub direkt online bestellen, ohne Anruf und ohne Warten auf ein Angebot.

Häufige Fragen zur Erdaushub-Mulde

Was kostet eine Mulde für Erdaushub?

Im Typ 8 mit 8 m³ kostet sie 234,00 Euro in Wien und im unmittelbaren Umland und 270,00 Euro im weiteren Einzugsgebiet. Zustellung, Abholung, Entsorgung und Mehrwertsteuer sind enthalten.

Wie viele Kubikmeter Erde passen in eine Mulde?

Acht Kubikmeter, gefüllt bis maximal zur Oberkante. Weil ausgehobener Boden um etwa ein Fünftel bis ein Viertel auflockert, entspricht das rund 6,5 Kubikmetern gewachsenem Boden.

Darf Rasen oder Wurzelwerk in die Aushub-Mulde?

Nein. Die Aushub-Mulde ist für mineralisches Material bestimmt. Rasenreste und Äste gehören in eine Mulde für Grünschnitt, wobei Wurzelstöcke auch dort ausgeschlossen sind.

Was passiert, wenn Ziegel oder Bauschutt im Aushub liegen?

Dann ist es kein Aushub mehr. Solches Material muss als Bauschutt bestellt werden, ebenfalls im Typ 8, für 330,00 Euro beziehungsweise 360,00 Euro im weiteren Einzugsgebiet. Wer beides hat, trennt besser von Anfang an.

Wie hoch und wie breit muss die Zufahrt sein?

Im Normalfall 4 Meter Höhe, in Sonderfällen genügen 3,70 Meter, wenn Sie das bei der Bestellung angeben. Die Mindestbreite beträgt 2,80 Meter.

Wie lange darf die Mulde stehen?

14 Tage sind im Preis enthalten. Eine bis vier zusätzliche Wochen lassen sich bei der Bestellung dazuwählen.

Fazit

Beim Aushub entscheidet sich der Preis vor dem ersten Spatenstich. Rechnen Sie die Grube durch und schlagen Sie ein Fünftel für die Auflockerung dazu, dann wissen Sie, ob eine Mulde Typ 8 genügt oder ob es zwei werden. Halten Sie Ziegel und Bauschutt getrennt, sonst wird aus einer Aushub-Mulde für 234,00 Euro eine Bauschutt-Mulde für 330,00 Euro. Und klären Sie Durchfahrtshöhe und Stellfläche vorher, nicht am Zustelltag. Wenn diese drei Punkte stehen, ist der Rest eine Sache von fünf Schritten im Formular.