Sperrmüll-Mulde: Kosten und was hinein darf

Beim Entrümpeln von Keller, Dachboden oder Wohnung kommt schnell mehr zusammen, als in den Kofferraum passt. Eine Mulde für Sperrmüll ist dann meist die einfachste Lösung. Doch mit welchen Sperrmüll Mulde Kosten müssen Sie rechnen, welche Größe brauchen Sie, und was darf überhaupt hinein? Dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, mit den aktuellen Pauschalpreisen der ELS Entsorgungslogistik Süd GmbH.
Sperrmüll-Mulde: Kosten in Wien, Niederösterreich und Burgenland
Bei der ELS Entsorgungslogistik Süd GmbH hängt der Preis von zwei Dingen ab: von der Muldengröße und vom Aufstellungsort. Für Sperrmüll und gemischte Abfälle gibt es zwei Größen, Typ 8 mit 8 m³ und Typ 10 mit 10 m³. Beim Ort unterscheidet das Bestellformular zwischen Wien samt dem nahen Umland und den weiter entfernten Gemeinden in Niederösterreich und im Burgenland.
Stand September 2026 gelten für die Sperrmüll/Mix-Mulde diese Pauschalpreise:
- Wien und nahes Umland (zum Beispiel Mödling, Baden, Schwechat, Korneuburg, Klosterneuburg oder Perchtoldsdorf): Typ 8 um 363 Euro, Typ 10 um 423,50 Euro.
- Weiteres Umland in Niederösterreich und im Burgenland (zum Beispiel Stockerau, Gänserndorf, Deutsch-Wagram, Groß-Enzersdorf, Bruck an der Leitha, Wiener Neustadt, Parndorf, Purbach oder Mattersburg): Typ 8 um 396 Euro, Typ 10 um 451 Euro.
Welcher Preis für Ihre Adresse gilt, sehen Sie sofort, wenn Sie im Bestellformular Ihren Aufstellungsort auswählen. Die Summe wird direkt darunter angezeigt, bevor Sie etwas bestellen.
Was im Pauschalpreis enthalten ist
Der ausgewiesene Preis ist eine Pauschale. Enthalten sind die Zustellung der Mulde, die Abholung, die Entsorgung des Inhalts und die Mehrwertsteuer. Es kommen also keine gesonderten Posten für Anfahrt, Kilometer oder Deponie dazu. Das macht die Planung einfach: Was im Formular steht, ist der Betrag, den Sie bezahlen.
Zusätzliche Kosten entstehen nur in drei Fällen, die Sie selbst in der Hand haben. Erstens, wenn Sie die Mulde länger als zwei Wochen brauchen (mehr dazu weiter unten). Zweitens, wenn Sie mit PayPal bezahlen, dafür fällt eine Bearbeitungsgebühr von 10 Euro an. Drittens, wenn die Mulde auf öffentlichem Grund stehen soll und Ihre Gemeinde für die Genehmigung eine Gebühr verlangt. Diese Gebühr ist Sache der Behörde und nicht Teil des Muldenpreises.
Typ 8 oder Typ 10: Welche Größe passt?
Die beiden Mulden unterscheiden sich vor allem in der Höhe. Typ 8 misst 3,8 x 1,7 x 1,4 Meter und fasst 8 m³. Typ 10 ist mit 4,1 x 1,7 x 1,7 Meter etwas länger und deutlich höher und fasst 10 m³.
Als grobe Orientierung: Eine Typ-8-Mulde reicht in vielen Fällen für die Räumung eines Kellerabteils, einer Garage oder einer kleineren Wohnung. Wenn Sie ein ganzes Haus entrümpeln, viele sperrige Möbel wie Wohnwände, Sofas und Betten haben oder zusätzlich Material aus einer Renovierung loswerden wollen, ist Typ 10 die sicherere Wahl. Sperrige Teile lassen sich selten lückenlos stapeln, und in der Praxis wird der Platz in einer Mulde fast immer knapper als gedacht.
Ein Blick auf den Preis pro Kubikmeter hilft bei der Entscheidung. In Wien und im nahen Umland kostet der Kubikmeter bei Typ 8 rund 45,40 Euro, bei Typ 10 rund 42,35 Euro. Im weiteren Umland sind es rund 49,50 Euro bei Typ 8 und rund 45,10 Euro bei Typ 10. Die größere Mulde ist also pro Kubikmeter günstiger. Wer schwankt, fährt mit Typ 10 meist besser als mit einer zweiten Fuhre.
Was in die Sperrmüll-Mulde darf
Die Sperrmüll/Mix-Mulde ist für gemischte Abfälle gedacht. Sie müssen also nicht vorsortieren. Hinein dürfen unter anderem:
- Möbel und sonstiger Sperrmüll
- Holz, Metalle und Kunststoff
- Pappen, verunreinigte Verpackungen und Folien
- organische Reste
- Anteile an mineralischem Bauschutt
- Gipskartonplatten
- Verbundstoffe, Dämmmaterialien und Isolierungen
- Kunststoffrohre und Verschnitt verschiedener Baumaterialien
Gerade der letzte Teil der Liste ist für viele Kunden wichtig: Wenn Sie beim Ausräumen gleich eine Zwischenwand aus Rigips entfernen oder alte Dämmung herausreißen, dürfen diese Reste in die Sperrmüll/Mix-Mulde. In eine reine Bauschuttmulde gehören Gipskartonplatten dagegen nicht.
Was nicht hinein darf
Ausgeschlossen sind Altreifen und gefährliche Abfälle, also Problemstoffe. Dazu zählen insbesondere:
- Asbestzement
- Elektronikschrott und Kühlgeräte
- Leergebinde von Farben und Lacken
- Ölfässer und Batterien
- XPS-Dämmplatten und künstliche Mineralwolle
Diese Stoffe brauchen einen eigenen Entsorgungsweg. Elektrogeräte, Kühlschränke, Batterien und Farbreste nimmt in der Regel der Mistplatz in Wien oder das Altstoffsammelzentrum Ihrer Gemeinde in Niederösterreich und im Burgenland an. Planen Sie diese Fahrt am besten gleich mit ein, dann bleibt die Mulde frei für das, wofür sie gedacht ist.
Ein Tipp aus der Praxis: Gehen Sie vor dem Befüllen einmal durch die Räume und stellen Sie Problemstoffe gesondert beiseite. So landet nichts versehentlich in der Mulde.
Richtig befüllen
Die Mulde darf höchstens bis zur Oberkante befüllt werden. Nur so kann sie gefahrlos abtransportiert werden, denn was darüber hinausragt, kann während der Fahrt herunterfallen. Legen Sie schwere und flache Teile nach unten, zerlegen Sie Möbel, wo es geht, und füllen Sie Lücken mit kleineren Teilen. Zerlegte Schränke und Regale brauchen oft nur einen Bruchteil des Platzes, den sie im Ganzen einnehmen würden.
Wann sich eine Mulde für Sperrmüll lohnt
Eine Mulde spielt ihre Stärken aus, wenn auf einmal viel Material anfällt und Sie es nicht selbst transportieren wollen oder können. Typische Anlässe sind die Räumung einer Wohnung nach einem Umzug oder einer Verlassenschaft, das Entrümpeln von Keller, Dachboden oder Garage, das Ausräumen eines Geschäftslokals oder eine Renovierung, bei der alte Böden, Einbauküchen oder Verkleidungen herauskommen.
Der größte Vorteil ist die Zeit. Statt mit dem Auto mehrmals zum Mistplatz zu fahren, tragen Sie alles direkt vor die Tür und werfen es ein. Bei Verlassenschaften oder Wohnungsräumungen mit mehreren Helfern ist das oft der entscheidende Punkt: Alle arbeiten gleichzeitig, und niemand muss auf den nächsten Transport warten. Weil die Mulde bis zu zwei Wochen stehen bleiben darf, können Sie die Arbeit außerdem auf mehrere Wochenenden verteilen.
Aufstellung: Platz, Durchfahrt und Genehmigung
Damit der Lkw die Mulde abstellen und wieder abholen kann, braucht er Platz. Die Durchfahrt muss im Normalfall 4 Meter hoch sein. In Sonderfällen genügen 3,70 Meter, das müssen Sie aber bei der Bestellung angeben, damit ein passendes Fahrzeug kommt. Die Einfahrt muss mindestens 2,80 Meter breit sein. Bei schmalen Einfahrten braucht der Lkw außerdem genug Platz auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Rangieren.
Steht die Mulde auf Ihrem Privatgrund, etwa in der Einfahrt oder im Hof Ihres Hauses, müssen Sie nichts melden. Soll sie auf öffentlichem Grund stehen, also auf Gehsteig, Parkstreifen oder Straße, brauchen Sie eine Genehmigung vom Magistrat beziehungsweise von Ihrer Gemeinde. Den passenden Link finden Sie direkt im Bestellformular. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum und planen Sie etwas Vorlaufzeit ein.
Bei der Aufstellung müssen Sie nicht unbedingt dabei sein. Es ist aber ratsam, damit die Mulde genau dort landet, wo Sie sie haben wollen. Bei der Abholung ist keine Anwesenheit nötig, die Mulde muss nur für den Lkw zugänglich sein.
Mietdauer und Kosten für eine Verlängerung
Im Pauschalpreis sind bis zu 14 Tage Aufstellungsdauer enthalten. Für die meisten Entrümpelungen reicht das gut. Brauchen Sie die Mulde länger, wählen Sie das gleich bei der Bestellung aus. Jede zusätzliche Woche kostet 36 Euro, möglich sind bis zu vier zusätzliche Wochen, also bis zu sechs Wochen insgesamt.
Ein Rechenbeispiel: Eine Sperrmüll/Mix-Mulde Typ 10 in Wien für drei Wochen kostet 423,50 Euro plus 36 Euro für die dritte Woche, zusammen 459,50 Euro. Darin sind Zustellung, Abholung, Entsorgung und Mehrwertsteuer bereits enthalten.
So bestellen Sie in fünf Schritten
Die Bestellung läuft komplett online und dauert nur wenige Minuten:
- Aufstellungsort wählen
- Mulde wählen, also Sperrmüll/Mix Typ 8 oder Typ 10
- Aufstellungsdatum wählen
- Aufstellungszeit wählen: nur vormittags, nur nachmittags oder ganztags
- Abholungsdatum wählen und bei Bedarf zusätzliche Wochen dazubuchen
Danach geben Sie Adresse und Kontaktdaten ein und wählen die Zahlungsart. Möglich sind Kreditkarte, Klarna, PayPal oder Barzahlung bei der Aufstellung. Weitere Antworten rund um Aufstellung und Abholung finden Sie in den häufigen Fragen.
Häufige Fragen zu Sperrmüll-Mulden
Gibt es versteckte Kosten?
Nein. Der Preis im Formular ist eine Pauschale mit Transport, Entsorgung und Mehrwertsteuer. Extra kommen nur eine gewünschte Verlängerung (36 Euro pro Woche), die PayPal-Gebühr von 10 Euro und eine allfällige Behördengebühr für öffentlichen Grund dazu.
Darf Bauschutt in die Sperrmüll-Mulde?
Anteile an mineralischem Bauschutt sind erlaubt, ebenso Gipskartonplatten. Haben Sie hauptsächlich Ziegel, Beton oder Fliesen, ist eine eigene Bauschuttmulde Typ 8 die passendere Wahl.
Kann ich einen alten Kühlschrank in die Mulde geben?
Nein. Kühlgeräte und Elektronikschrott sind ausgeschlossen. Bringen Sie sie zum Mistplatz oder ins Altstoffsammelzentrum Ihrer Gemeinde.
Wann wird die Mulde aufgestellt?
Sie wählen das Aufstellungsdatum und das Zeitfenster, also vormittags, nachmittags oder ganztags, selbst im Bestellformular. Genauso legen Sie gleich den Abholtermin fest.
Fazit: Sperrmüll-Mulde zum Fixpreis
Die Kosten für eine Sperrmüll-Mulde sind bei der ELS Entsorgungslogistik Süd GmbH klar kalkulierbar: zwischen 363 und 451 Euro je nach Größe und Ort, inklusive Zustellung, Abholung, Entsorgung und Mehrwertsteuer, für bis zu 14 Tage. Typ 10 ist pro Kubikmeter günstiger und lohnt sich bei größeren Räumungen. Achten Sie darauf, keine Problemstoffe einzuwerfen, und klären Sie bei öffentlichem Grund rechtzeitig die Genehmigung. Ihren genauen Preis sehen Sie, sobald Sie im Bestellformular den Aufstellungsort wählen, und die Mulde ist in fünf Schritten bestellt.